Akustikmassnahmen / Berechnung Wellenlänge / Einmessen / Helmholtz-Resonatoren / Hörbarer Bereich des Menschen / Körperschall / Loudness Taste / Membranabsorber / Nachhall von Aufnahmeräumen / Saitenlänge und Tonhöhe / Schalldämmung / Schallgeschwindigkeit / Tips Tonstudiobau
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Verhalten und Einfluss verschiedener Materialien auf Frequenzen |
Glas
wirft sehr hohe Mitten zurück (ätzende
Sägefrequenzen) In einem Raum mit vielen Fenstern wirkt
der Sound grell.
lackiertes Holz (Holztäfelungen)
produziert scharfe Höhen, betont die Mitten
unbehandeltes Holz
reflektiert den unteren Mittenbereich
Die Betondecke schreiende Mitten
Steinwände fördern tiefe Frequenzen
Noppenschäume wirken im oberen Frequenzbereich; unterhalb von 1kHz lässt
die Wirkung nach. Für Mikrophonaufnahmen deshalb nicht geeignet. Man
verliert die schönen Höhen, und hat immer noch Probleme mit den
mittleren Frequenzen.
Gute Tiefenabsorber sind Holzplatten auf einem Rahmen luftdicht vor der
Wand befestigt. der Hohlraum wird mit Dämmstoff gefüllt. je nach
Konstruktion sind Tiefenabsorber relativ schmalbandig.
Zu frühe erste Reflektionen bewirken eine Klangfärbung, zu späte
stören als Echo. Reflektionen die weniger als 6-8m zurücklegen, sollte
man durch Absorber bedämpfen. (Für reine Aufnahmeräume auch noch
spätere Reflektionen). Prinzip: Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel.
Unerwünschte Effekte in Räumen
Flatterechos, stehende Wellen, Auslöschungen an manchen Stellen eines
Raumes, zu viel Hall, geringe Sprachverständlichkeit, schlechte Ortung der
Schallquelle, stumpfer Klang und Resonanzen, die den Raum auf bestimmte
Frequenzen "tunen".
Absorbierung von hohen Frequenzen
Offenporige Materialien wie Teppich, Vorhänge und ähnliche Stoffe helfen bei
geringerem Vorkommen von hallenden Räumen oder Flatterechos. Noppenschäume
(oder billig Lösung Eierschachteln) absorbieren hohe Frequenzen und nehmen
Räumen mit viel Glas, Beton oder Stein die schrill klingenden Reflektionen.
Es sollte nicht die ganze Fläche verkleidet werden, sondern immer nur eine
Fläche von zwei gegenüberliegenden. So reicht z.B. auch bei stark
reflektierenden Materialien die Verkleidung von Decke oder Boden, bzw. linker
oder rechter Wand.
Wenn die ganze Fläche bedeckt würde, wäre das Ergebnis ein stumpfer, fasst
"toter" Raum. Um auch tiefe Frequenzen absorbieren zu können, sollte
man die Noppenschäume nicht direkt an der Wand anbringen, sondern mit wenigen
cm Abstand zur tragenden Wand, Holzplatten befestigen und darauf die
Noppenschäume kleben.
Absorbierung von tiefen Frequenzen
(Klangverbesserung)
Mit Membranabsorber, wie Basstraps, die als
Schrankgrosse,
geschlossene Holzkästen die tiefen Frequenzen einfangen.
Der Membran-Absorber (MA) besteht aus ebenen Kulissen, die einseitig absorbierend
normalerweise ca. 10 cm dick sind und aus einer Kombination von Plattenschwingern mit
Helmholtz-Resonatoren bestehen. Dies wird durch eine Anordnung von hohlen Kammern
erreicht, die ein Volumen von ca. 0,5 bis 5 Litern haben. Sie werden mit einer gelochten oder
geschlitzten (Helmholtz-Resonator) dünnen Metallmembran (Plattenschwinger) abgedeckt. Über
alle Kammern einer Kulisse wird eine zweite schwingfähige Metall- membrane aufgebracht.

Bild 1: Prinzipieller Aufbau des Membran-Absorbers. 1 - fünfseitig dicht
geschlossene Kammern, 2 - dünnwandige Schlitzmembranen, 3 - Deckmembran
Vorteile des Membran-Absorbers :
sehr gute Dämpfung bei tiefen Frequenzen
faserfrei, verschmutzungsunempfindlich, leicht reinigbar, recyclebar
geringe Bautiefe und dadurch geringer Druckverlust
hermetisch abgeschlossene Kulissen oder Baffles
Mit Helmholtz Resonatoren, die
schmalbandig, spezifische Frequenzen wegfiltern, und
Basssäulen, die an Ecken und Decken des Raumes installiert einen
Grossteil der breitbandigen Reflektionen schlucken und dämpfen somit
"stehende Wellen", reduzieren Resonanzen und verbessern den
undifferenziert klingenden Bassbereich und korrigieren tieffrequente
Phasenverzerrungen. Der tieffrequente Bassbereich klingt durch die Verwendung
von Bass Tubes sauberer und differenzierter.

Realisierte Helmholtz-Resonatoren in den Wandstrukturelementen
Nach 0.3-0.4sec sollte der Nachhall ausgeklungen sein, auch bei tiefen Frequenzen. Wand hinter den Lautsprechern zuerst abdämpfen.
Die beste Trennung zwischen Abmisch- und
Aufnahmeraum beträgt 100.7dB. Die beste Trennung von herkömmlichen
Tonstudios beträgt 68dB.
Eine unisolierte Öffnung von nur 0,1m2 (d=35cm) bringt den Isolationswert
herunter um 20dB (A).
Bei leisen Geräuschen ist das Gehör für tiefe Frequenzen unempfindlich. Aus diesem Grund besitzen viele Hifi-Verstärker die sogenannte "Loudness" Taste, die es ermöglicht. die Bässe stark anzuheben. Das Klangbild bei leiser Hintergrundmusik wird dadurch gehörig korrigiert. Laute Musik (80-100dB SPL) nimmt das Ohr dagegen ausgeglichener wahr, so dass eine zusätzliche Bassanhebung (meistens) nicht mehr erforderlich ist.
20Grad Wellenlänge (m) = Schallgeschwindigkeit
m/s
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Frequenz (Hz)
| 16Hz | 21.2m | |
| tiefer Basston | 20Hz | 17m |
| 80Hz | 4.25m | |
| norm. Basston | 100Hz | 3.4m |
| Snare-Drum | 1000Hz | 34cm |
| Becken | 10000Hz | 3.4cm |
| Höhenglanz | 16000Hz | 2.1cm |
| 20000Hz | 1.7cm |
Bei 20Grad Celsius = 343.8m/s
Bei 0 Grad Celsius = 331.8m/s
Richtwert ist 340m/s
Beim Einmessen eines Raumes ein Mikrofon mit Kugelcharakteristik verwenden.
| Hörbarer Bereich des Menschen |
Das menschliche Ohr hört im Bereich von 16Hz bis ca. 20.000Hz, je jünger, desto höher. Aus dem obigen Diagramm ist zu erkennen, dass die größte Empfindlichkeit bei ca. 3000Hz bis 4000Hz liegt. Für Töne, die um diesen Bereich herum liegen, ist die kleinste Lautstärke nötig um gehört zu werden. Um den Faktor 107 größere Lautstärken sind bei sehr tiefen Tönen erforderlich; aber auch bei hohen Frequenzen nimmt die Empfindlichkeit des Ohres ab.
Kammerton a'=435,00 Hz (Festlegung
des Referenztons durch eine internationale Konferenz in Wien im Jahre 1885).
| Saitenlänge/ Verhältnis |
1 |
8/9 |
4/5 |
3/4 |
2/3 |
3/5 |
8/15 |
1/2 |
| Musik. Bezeichnung |
C' |
D' |
E' |
F' |
G' |
A' |
H' |
C'' |
| Frequenz (Hz) |
261.63 |
293.66 |
329.63 |
349.23 |
392.00 |
440.00 |
493.88 |
523.25 |
Körperschall wird übertragen von 50-4000Hz.
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Stand: 22. September 2002 18:16:48 +0200