Aufnahme Drums

Bassdrum / Becken / Claws / Hi-Hat / Shure SM57 / Toms / Malletinstrumente, Percussion / Raummikrofone / Snare / Stimmung der Trommeln / Triggern
Wahl des Aufnahmeraums

Aufnahmeraum

Bei wohl keinem Instrument in der Popmusik hat der Raum, in dem aufgenommen wird, so entscheidenden Einfluss wie beim Schlagzeug. Wer die Möglichkeit hat, sollte in einem hohen Raum aufnehmen; mehr als zwei Meter Abstand zwischen den Becken und der Raumdecke ersparen unerwünschte Reflektionen und ermöglichen eine saubere Mikrofonierung der Becken.

Der Raum sollte nicht zu Reflektionsarm sein. Dazu zählt auch der Untergrund. Holzboden ist bei einem hohen Raum besser als ein Teppich. Behelfsmässig kann man das Schlagzeug auf eine grosse Holzplatte stellen. bei niedrigen Räumen sollte man jedoch auf jeden Fall die Decke und nur bedingt den Boden dämpfen - der Boden reflektiert eventuell wichtige Klanganteile der Snare und der Toms.

Stimmung der Trommeln

Vorraussetzung für eine gute Aufnahme ist die Stimmung der Trommeln. Bei den Trommeln sollten Schlagfell und Resonanzfell auf jeden Fall gleich gestimmt sein. Jede Trommel sollte sich von den anderen deutlich in der Tonhöhe unterscheiden. Die Hi-Tom darf nicht die gleiche Stimmung wie das Resonanzfell der Snare haben, sonst regt die Hi-Tom den Teppich an.
Für fette Sounds sollte das Snarefell lockerer gespannt werden und am Equalizer sollten die unteren Mitten etwas abgesenkt werden und die Bässe und Höhen angehoben werden. Der Snareteppich sollte dabei so locker sein, dass er beim Schlag auf die Snare ziemlich schwingt, aber nicht so sehr, wenn andere Trommeln angeschlagen werden. Für kürzere, mittigere Sounds ziehe den Snareteppich und das Fell etwas strammer und senke die Mitten nicht ab, hebe sie vielleicht anstelle der Bass-Regelung etwas an (Police-Sound). Wenn die Snare etwas hohl klingt und der Kessel sogar scheppert, klebe das Fell mit Tempotaschentuch und Klebeband ab, aber nicht zuviel und nur am Rande des Fells, sonst wird der Sound muffig. Das Übersprechen der Hi-hat in das Mikro kann verhindert werden, indem das Mikro entgegengesetzt zur Hi-hat zur Fellmitte gerichtet ist.

 

Wahl des Aufnahmeraums


Während Jazz nach trockenen Räumen verlangt, klingen Pop-Produktionen in lebendigen Räumen meist besser. Solche Aufnahmen sind aber schwerer durch Equalizer zu kontrollieren. Um den Raumeinfluss zu mindern, werden Vorhänge und Gobos verwendet. Durch Änderung der Position im Raum wird der beste Platz gesucht. Eine unsymmetrische Anordnung (verschiedene Abstände zu den Wänden) bringt die besten Ergebnisse. Folgende Reihenfolge sollte bei der Effektbearbeitung eingehalten werden:

1. destruktiver Equalizer (bereits während der Aufnahme)
2. Noise Gate
3. Kompressor
4. Equalizer

Bassdrum

Entfernen Sie das Resonanzfell oder schneiden Sie ein Loch von etwa 30cm hinein, sodass Sie - ohne Kontakt mit dem Fell zu bekommen - das Mikro in das Innere der Bassdrum einführen können. 

Aufstellung des Mikrofons

Die besten Ergebnisse erhält man mit der Kombination von zwei Mikrofonen. Eins Nahe am Schlagfell und eins an der Öffnung des Resonanzfelles. Am Schlagfell hat man den nötigen "Kick" und am Resonanzfell den "Bauch". Beim "Bauch" Mikrofon kann man versuchen die Phase zu drehen. Das vordere Mikrofon ist ca. 5-15cm vom Schlagfell entfernt, und schaut in einem Winkel von ca.45Grad Winkel auf den Klöppel.

Je weiter das Mikrofon vom Schlagfell entfernt ist, umso voller wird der Klang. Variieren Sie die Position: das Mikro kann genau auf die Stelle zeigen, auf der der Klöppel auftrifft oder mehr zu den seitlichen Rändern oder zum oberen Rand hin. Wenn Sie das Mikro mehr auf den Rand des Fells ausrichten, bekommen Sie einen etwas weicheren Sound. 

Gehen Sie nicht zu Nahe (2-3cm) an den Anschlagspunkt des Klöppels heran, da bei einer so nahen Abnahme das Mikro die erste Ausdehnung des Fells als Luftdruck interpretieren kann. Impulslaute können dem Kicksound überlagert werden. 

Mit nur einem Mikrofon ist der ausgewogenste Sound meist in der Mitte der Bassdrum zu finden,
in einem Winkel von 30-45Grad auf den Klöppel gerichtet.

Die Bassdrum kann man mit einer zusammengefalteten Decke oder Kissen dämpfen wobei das Schlag- und Resonanzfell leicht berührt werden. EV RE-20 oder AKG 414. Für den Kick kann man auch Shure SM57 verwenden und für den Bauch z.B.: EV RE-20 oder eine andere Kombination von jeweils 2 Mikrofonen.

Destruktiver Equalizer

Man kann bereits bei der Aufnahme unerwünschte Klanganteile (pappiger Sound) im Bereich von 250-500Hz leicht absenken.


 Tipp (von Sven Rechenberger / Deutschland) für die Abnahme der Bassdrum:
 
"Auch wenn es sehr große Kosten verursacht gehört auf die BD auf beiden Seiten das gleiche Fell (wie bei den Toms auch). Ich schneide ein Loch in die exakte Mitte in der erforderlichen Größe, dass ich das Mic gerade so einfädeln kann. Den Rand des Ausschnittes verstärke ich mit einem aufgeklebten Ring aus einem alten Fell. Mittiges Loch und die Verstärkung erleichtern eine identische Stimmung beider Felle und erhöhen die Stabilität des Resonanzfelles.
 
Für die Resonanzfrequenz der Stimmung liegt das Schnellemaximum in den Viertelspunkten der Kesseltiefe - um maximale Ausbeute an tiefen Tönen abzunehmen muss auch das Mic dort platziert werden. Bei 2 Mic muss also eines in den vorderen Viertelspunkt am Schlagfell und das andere in den hinteren oder um eine Viertellänge vor das Loch. Klingt sehr technisch geschwätzt, aber der Versuch (vielleicht mit Analyzer zur qualitativen Einschätzung) zeigt, dass mit dieser Variante die Tiefbassausbeute am größten ist.
 
Soll im Mix die BD dann verhalten klingen, drehe ich nur noch um 800 Hz bis 1,5 kHz ein wenig rein und habe einen definierten Attack mit weichem Sustain ohne Kompressionsorgien oder extremem EQ-Einsatz.
 
Den besten Sound erhalte ich live und im Studio aus der Kombination Evans EQ 1 Batter und TAMA Iron Cobra Filzschlegel..."
 

Snare

Bei der Aufnahme höchstwahrscheinlich die Bässe absenken und die Höhen anheben aufgrund des Nahbesprechungseffektes. Das Schlagfell-Mikrofon wird in einem Abstand von circa 3-10cm positioniert - sodass die Mikrofonkapsel in einem Winkel von 30 bis 60Grad (45Grad)auf das Fell zeigt. Je senkrechter man das Mic anordnet, desto "härter" wird der Sound, d.h. der Sound wird schlanker und hat weniger Bassanteile. 

Die Richtercharakteristik so einsetzen, um ein Übersprechen der Hi-Hat zu vermindern.
Mikrofon Shure SM-57. Die vorgegebene Nierencharakteristik blenden Klanganteile, im Rücken des Gehäuses relativ stark aus. bei der Mikrofonierung der Snare entwickelt sich jedoch meist die Hi-Hat zu einem Störfaktor, der seitlich auf das Mikrofon einwirkt. Um allein bei der Mikrofonierung eine bessere Trennung zu erzielen kann man Super- oder Hypernieren Mikrofone von Shure oder M-Serie von Beyerdynamik verwenden. Am Schlagfell z.B. AKG 414 und am Resonanzfell Shure SM57 / SM58 oder 421/441 (Peak bei 3-5 kHz),

Abkleben der Snare
Die Snare sollte man am Rand leicht abklopfen und auf die Stellen, an denen Resonanzen auftreten, etwas Tape kleben. Nicht zuviel, sonst klingt die Snare tot. Man kann z.B. auch einen halben Dämpfungsring verwenden. Der Resonanzboden muss fast immer bedämpft werden. Es kann der eingebaute Dämpfer benutzt werden. Oder man klebt Filz auf das Fell (zwischen Fell und Teppich). Hier gilt meist auch "weniger ist mehr". Man man aber auch Felle verwenden mit bereits eingebautem Dämpfungsring, welche eine zusätzliche Dämpfung meist unnötig machen.

Destruktiver Equalizer für das Schlagfell
Frequenzen unter 80Hz sollten abgesenkt werden (z.B: mit Hochpassfilter). Dies verhindert das Übersprechen zur Bassdrum, d.h das Snare-Mikro nimmt keine unerwünschten Geräusche der Bassdrum mit auf.  

Bei etwa 400 Hz liegt eine pappige Frequenz, welche bereits bei der Aufnahme abgesenkt werden kann. Zwischen 300 und 800 Hz befindet sich eine klirrende metallische Resonanz. Bei der Piccolo Snare sind die Resonanzen höher (270 Hz und 1 kHz).

Es gibt folgende Resonanzfrequenzen bei der Snare, die man als Stilmittel  zur Musik auch verstärken kann. Die Resonanzfrequenzen entsprechen folgenden Notenwerten 
G    = 200 Hz
Gis  = 210 Hz

A    = 220 Hz
Cis1 = 275 Hz
D1   = 290 Hz
E1   = 325 Hz

Aufstellung des Mikrofons

Um den wirklich idealen Snaresound zu finden, muss man die Mikrofonposition variieren. Das Mikro kann auf die Mitte der Trommel zeigen oder mehr zu den Rändern hin in einem Abstand von 3 bis 10cm vom Schlagfell.    

Bevorzugen Sie ein Mikrofon mit Super- oder Hypernieren-Charakteristik. Bei der Superniere liegt der Winkel der maximalen Ausblendung bei 120 Grad (135Grad) zur Mikrofon-Achse. Justieren Sie das Mikrofon so, dass die HiHat-Becken möglichst genau im Winkel liegen. Auf diese Weise reduzieren Sie von vornherein das lästige Übersprechen (Crosstalk) der HiHat in das Snaredrum-Mikrofon. 

Mikrofon mit Supernieren-Charakteristik über einer Snare. Die Hi-Hat-Becken befinden sich im Winkel der geringsten Empfindlichkeit des  Mikros von 120 Grad (135Grad)

 

Shure SM 57

Das Shure SM57 Mikrofon ist für die Snareaufnahme immer noch sehr geeignet. Beim SM57 werden die Mitten bei 5-6kHz kräftig betont und die "billig" klingenden 400Hz gedämpft.
Das SM 57 kann für folgende Instrumente eingesetzt werden:

 
  • Guitar/Bass Amps
  • Brass
  • Saxophone
  • Harmonica
  • Snare/Tom
  • Conga

 

 

Toms

Die Toms leicht mit Klebeband dämpfen. Bei den Toms meist Dröhnfrequenzen absenken. Falls die Becken zu tief über den Toms hängen, kann man die Mikrofone 20cm über den Toms montieren (Underhead). Die Kanaltrennung ist schlechter als bei der Einzelmikrofonierung, aber bessere Pegelverhältnisse als bei der Overheadaufnahme (Becken zu laut). Im Abstand von circa 5-12cm im Winkel von 45Grad auf den Rand der Toms richten.

Stimmung
Oberes und unteres Fell einer Tom müssen gleich gestimmt sein. Die einzelnen Toms sollten sich in der Tonhöhe deutlich unterscheiden.

Wahl des Mikrofons

Mikrofon Sennheiser MD-421 oder Shure SM57. Der Frequenzgang der Toms ist nicht sehr ausgeprägt, er reicht von ca. 70Hz bis etwas über 1kHz, die Anschlaggeräusche gehen bis ca. 6kHz.

Platzierung des Mikrofons
Je flacher das Mikro aufgestellt wird, desto weniger Probleme hat man mit Resonanzen. Damit Übersprechen nicht zu Phasenauslöschungen führt, kann man jeweils zwei Tommikros als XY-Paar anordnen. Die tiefen Frequenzen werden dann allerdings von beiden Mikros aufgenommen, so dass sie sich addieren. Diese sollten dann bei den beiden Mikrofonen um 6dB abgesenkt werden. Um das Snare-Übersprechen in den Tom-Mics gering zu halten, kann man den Grundton der Snare in den Tomwegen herausnehmen. Benutzt man spaced mics für die beiden Racktoms, kann man, indem bei der tieferen Tom die Phase gedreht wird, Übersprechen minimieren:

1. Das Snare-Signal ist im Signalweg der Hi-Tom in Phase und bei der Mid-Tom aus der Phase. Dadurch löschen sich die Snare Signale aus.
2. Das Hi-Tom-Signal ist im Mid-Tom-Weg out-of-phase und umgekehrt. Auch so löschen sich die Snare Signale gegenseitig aus. Um Übersprechen, vor allem von den Becken zu vermeiden, können Baffles eingesetzt werden.

Abnahme von unten
Gut gestimmte Resonanzfelle sind das A und O eines gut klingenden Toms. Abnahme ohne Resonanzfell von unten ist nur ein Kompromiss bei Übersprechen. Diese Methode klingt weitaus schlechter und benötigt extremes EQ-ing.

Equalizer bei der Aufnahme

Sind die Toms gut gestimmt, ist die Benutzung eines Tiefpaß-Filters nicht erforderlich. Um Übersprechen zu vermeiden, kann man die Bassdrumresonanz etwas absenken. Durch das Closemiking (Mikrofon sehr nahe an der Schallquelle) entsteht ein schlagintensiver Klang, mit einer Verstärkung, die bei etwa 400 Hz liegt. Beim Absenken dieser Frequenz sollte man darauf achten, dass die Toms an die restliche Rhythmussektion angeglichen werden.

Wenn der Song eher schwer und gewichtig ist (viele untere Mitten), sollten auch die Toms in diesem Bereich klingen. Man senkt dann bei 500-900 Hz ab. Würde man hingegen die unteren Mitten absenken, bekämen die Toms eine helle Klangfarbe und passten nicht mehr zum Ausdruck des Stückes.
Ist das Arrangement eher leicht und locker, senkt man bei 300-400 Hz ab. Schwere Toms würden nicht zum Stück passen.

 Hi-Hat

Wenn der Drummer viele Feinheiten spielt, Kondensatormikrofon bevorzugen oder ein dynamisches Mikrofon mit guter Auflösung. Bei grob strukturierten Sachen (wie z.B. durchgehender 1/8-Offbeat mit praktisch gleichbleibender Lautstärke oder durchlaufende 1/16tel) ist ein dynamisches Mikrofon völlig ausreichend und vielleicht sogar vorzuziehen.

Wahl des Mikrofons
Soll die Hi-Hat hart und grell klingen, empfiehlt sich ein Kondensator-Mikrofon, z.B. das 

Neumann KM 84. Soll sie dagegen weich und seidig klingen, nimmt man ein dynamisches Mikrofon ( Sennheiser 441) oder ein Röhrenmikro (AKG C-12, Neumann U-47)

Platzierung des Mikrofons
Das Mikrofon kann man in einem 90Grad Winkel am Rand des Beckens
(Schönere, feinere Höhen, mehr Anschlag oder aber nahe am Zentrum (klingt eher mittig) platzieren. Aussen bekommt man mehr vom Anschlag. Hier muss man ausprobieren welcher Sound einem am besten gefällt. Das Mikro sollte aber nicht zu Nahe auf die Hi-Hat gerichtet sein. 5-15cm Abstand sind ideal.
Das Mikrofon
sollte so ausgerichtet sein, dass es einerseits möglichst wenig von der Snare aufnimmt, andererseits aber auch den Spieler nicht behindert. 

Equalizer bei der Aufnahme
Mit einem "Low Cut" (Tiefpass) Equalizer sollte man alle Frequenzen, die tiefer als 500 Hz sind, entfernen.

Becken (Overhead)

allgemeine Hinweise
Je schwerer und dicker die Becken sind, desto größer ist der Pegel im Bereich um 1-3 kHz, und desto länger ist das Sustain. Snare und Toms verlieren dadurch an Klarheit. Um das Sustain zu verkürzen, kann man Tape auf den Rand kleben. Dünnere Becken sind hier besser geeignet, da das Sustain nicht so lang ist und kaum tiefe Frequenzen auftreten.
Die 2 Overhead-Mikrofone nehmen das komplette Drumset auf und liefern ein "Gesamtbild". Daher sollten Sie beim "Aufbau" des Drumsounds immer vom Sound der Overheads ausgehen. Je nachdem wie sie ausgerichtet sind, werden die Becken mehr oder weniger stark bevorzugt. je höher die Overheads positioniert sind, desto stärker geht der Aufnahmeraum in das Klangbild ein. in Verbindung mit Overheads und Direkt-Mikrofonen klingen die Drums umso "Grösser" und voluminöser, je höher die Overheads platziert sind. Der Grund dafür ist die grössere Zeitverzögerung zwischen Direktmikrofonen und Overheads.
Wie Sie Overheads platzieren hängt also von den Fragen ab:
Wie stark sollen die Becken berücksichtigt werden?
Wie "gross" bzw. räumlich soll das Drumset klingen?

Wahl des Mikros
Sollen die Becken aggressiv klingen (Hard rock, R´n´B, Dance): U87 Kondensator Mikro (bright) oder das C414 (mellow). Beide Mikros liefern einen harten Klang.
Sollen die Becken "laid back" klingen (Jazz-Pop, Balladen), empfehlen sich dynamische Mikros (Sennheiser 460, 441). Man muss hier bei der Mikrofonierung nah an die Becken heran. So erzielt man einen seidigen Klang.
Empfohlene Mikrofone (Niere, Superniere): AKG C 391 B / Audix SCX-1 / Neumann KM184. Becken im Abstand von 30-40cm aufnehmen.

Platzierung der Mikros
Es empfehlen sich folgende Varianten:
AB- Mikrofonierung mit Kugel-Richtcharakteristik (warmer Klang), Nieren-Charakteristik, XY- Mikrofonierung. Verwendet man dynamische Mikros, muss man sie nahe an die Becken heranhalten. Evtl. Phasenauslöschungen klingen so, als ob der Schlagzeuger in einer Röhre spielt. Sie sind unbedingt zu vermeiden

Equalizer bei der Aufnahme
Mit einem Tiefpassfilter entfernt man alle Frequenzen unterhalb von 300 Hz (die "Blech"-Geräusche). 

Eine zu nahe Einzelaufnahme der Becken kann zu unerwünschten Flanging-Effekten führen, da sich angeschlagene Crash-Becken gehörig bewegen können, wodurch sich der Abstand zum Mikrofon unter Umständen erheblich ändert.  

Triggern

Damit es nicht zu Doppeltriggern kommt durch ein nachschwingendes Fell, muss man die Felle oft sehr stark dämpfen.

Claws

Diese Mikrofonhalterungen werden direkt an den Spannreifen der Trommeln montiert und lassen sich dann auf das Schlagfell ausrichten. Allerdings wird gleichzeitig das Schlagverhalten der Schlagzeugkessel behindert, was den Klang der Trommel stört. Wenn man Platz sparen will, lieber zu Adapterstativen greifen, die an Becken- oder HiHat-Ständern angebracht werden.

Raummikrofone

Die Raummikrofone sollten sehr hoch gestellt werden und die Kugelcharakteristik eingeschalten werden.

Malletinstrumente, Percussion

Marimbaphon, Vibraphon usw. nimmt man am besten mit zwei Mikrophonen auf, die über dem bass- und dem Diskantbereich aufgestellt werden. Beim Vibraphon kommt zusätzlich eine Abnahme von unten, also der Klangröhren, in Frage. Sollte es durch die Aufstellung der oberen Mikrophone zu Auslöschungen im Mittelpunkt kommen, so sollte man zur Vermeidung von Laufzeitunterschieden an der Stereoanordnung feilen (mehr dazu in der nächsten Ausgabe). Bongos und Congas lassen sich ebenfalls in Stereo abnehmen. Bei Mangel an Spuren genügt jedoch ein Mikro, das aus etwa 30cm Abstand auf die Mitte zwischen beiden Kesseln gerichtet ist.

Home / Übersicht / Zurück zum Anfang


Stand: 23. Mai 2006 16:38:45 +0200