
Anlieferung der Songs für das Mastering / Digital vs. Analog-Mastering / Equalizing / Equalizer vor oder nach Kompressor? / Restauration / Selber Mastern - oder Masteringstudio? / Kompression / Sicherheitspause / Studioverkabelung / 45Min Standard Produktion / Was bedeutet Mastering
Das gemischte Audiomaterial (einzelne Songs) werden geschnitten (Songanfang- und Ende) und Anwählpunkte der Songs für die Master-CD gesetzt. Anschliessend werden die Songs auf die Monokompatibilität überwacht und nachbearbeitet für mehr Klarheit und mehr Druck. Abschliessend werden die einzelnen Songs in der Lautstärke angepasst.
Das File Format sollte .wav oder aif sein, keine sounddesigner2 Dateien.
Verwenden Sie bei der Beschriftung der Files & Ordner nur Buchstaben & zahlen, keine Sonderzeichen.
Die Files sollten eine Auflösung von 44.1 / 48kHz oder 96kHz mit 16bit oder 20bit, besser 24bit haben.
Minidisk & MP3 Dateien sind auch möglich, aber aufgrund des Datenreduzierenden Verfahrens als Ausgangsmaterial für das Mastering nicht zu empfehlen.
Machen Sie möglichst keine Bearbeitungen auf der Summe, weder eq, compressor, Limiter, stereoenhancer, normalizing noch psychoakustisches (exiter, enhancer etc.)
Wenn Sie sich bei der Lautstärke von Stimmen &/oder Soloinstrumenten nicht sicher sind, machen sie einen zusätzlichen Mix mit ein wenig mehr oder weniger Level dieser Signale.
Achten Sie besonders darauf das die S-Laute der Stimme wie auch die HiHat nicht zu laut sind!!! Beim Mastern können diese Signale zwar abgesenkt werden. Hierbei verliert aber der ganze Mix an Ausgewogenheit.
Das Ausgangsmaterial darf nicht übersteuert sein!
Wenn sie ein DAT anliefern, bespielen Sie die ersten und letzten zwei Minuten auf dem Band nicht mit Musik, da die Klebstellen am Übergang von Band zum Wickel kleine Erhebungen in darüber aufgewickelte Bandstücke einprägen. Das verschlechtert teilweise den Band-Kopf Kontakt und kann daher zu dropouts führen.
Eine 45min Standard Produktion benötigt erfahrungsgemäss zwischen 3 und 4Stunden Masteringarbeit. Dies kostet in einem Top Masteringtonstudio ca. SFr. 1000.-
In Amerika ist die Verkabelung mit das Wichtigste im High
End Mastering Tonstudio. Tiefere Frequenzen brauchen länger als hohe
Frequenzen um ein Kabel zu durchlaufen. Um die Frequenzen eines Signals
sehr gut abzubilden braucht es dementsprechend auch sehr gute Kabel. In
den High End USA Mastering Tonstudios werden daher Top Kabel von MIT oder
Musicwave verwendet.
Das Wichtigste aber ist nicht der Computer oder das Schnittsystem, sondern
das, was man hört! Der Abhörraum sollte daher top gebaut und eingemessen
sein!
| Equalizing |
Wärme
bei 275Hz 1-2dB dazugeben
bei 3kHz 1-2dB herausnehmen
Der Bereich zwischen 8 und 20kHz bestimmt die "Brillanz" der Aufnahme. Zuviel Höhen bewirken allerdings einen Klang, der das Gehör rasch ermüdet, und müssen daher vermieden werden.
| Attack | Release | Ratio | Threshold | Gainreduction |
| 50-80ms | 750ms | 2:1 | -5-8dB | 6dB max. 10dB |
| 0-50ms | 500ms | 2:1 - 4:1 | ||
| 1ms | 500ms | 2:1 | -10dB bis -20dB | 4-6dB |
Hochfrequente Signale besitzen wesentlich weniger Energie als tieffrequente und weisen daher auch eine eingeschränkte Dynamik auf. Deshalb reichen oftmals auch recht schwache Kompressionsraten wie etwa 2:1 aus, um die notwendige Pegelkontrolle in diesem Bereich sicher zu stellen.
Die richtige Reihenfolge der Bearbeitungsschritte ist: Zuerst Knackser entfernen mit dem DeClicker, anschliessend das Knistern und Brummen mit den DeCrackle- und DeBuzz-Detektoren. Am Schluss das Rauschen entfernen mit dem DeHisser oder DeNoiser.
Zwischen den Liedern sollte 15-30s Platz sein auf dem Band (Sicherheitspause). Die Startzeit des ersten Songs erst nach 15-30s nach der SMPTE-Startzeit.
| Equalizer vor oder nach Kompressor? |
Ein Instrument sollte zuerst zum Equalizer gelangen und dann zum Kompressor.
Manche behauten auch, es sei umgekehrt. In der Tat ist beides richtig. Fakt ist,
dass das Signal aus dem Equalizer durch einen nachgeschalteten Kompressor insofern beeinflusst wird, dass lautere und leisere Stellen wieder dichter
zusammenrücken, wobei die ursprüngliche EQ-Einstellung eventuell wieder etwas korrigiert werden muss.
Umgekehrt verhält es sich genauso: Durch das zuerst komprimierte Signal wird durch anschließende EQ-Bearbeitung auch wieder das Dynamikverhältnis
geändert, was eine Korrektur der Komprimierung notwendig machen kann. Egal, für welche Reihenfolge man sich entscheidet, es sind keine nennenswerte
Unterschiede und ist letztendlich eine Geschmacksfrage.
| Digital- vs. Analog-Mastering |
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Stand: 24. März 2007 11:47:38 +0100